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Beste Ferien

Dieses Jahr wurden wieder in ganz Deutschland verschiedene Akademien im Rahmen der deutschen Schülerakademien angeboten und ich konnte dank eines Vorschlags von Frau Schwan einen der heißbegehrten Plätze für eine der Akademien erlangen.

Die deutsche Schülerakademie ist ein außerschulisches Programm, das darauf abzielt, motivierte und leistungsbereite Jugendliche durch ein vielseitiges Angebot von Kursen mit diversen Themenschwerpunkten zu fördern. Dabei gibt es ein großes Themenspektrum, das von den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen über wirtschaftliche und politische Themen bis hin zu relevanten pädagogischen und philosophischen Fragestellungen reicht, wobei man bei der Anmeldung seine Wünsche für einen oder mehrere Kurse angeben kann. 

Glücklicherweise habe ich direkt meinen Erstwunsch erhalten und konnte somit im Schloss Torgelow am Kurs 2.1: „Topologie und Graphentheorie – Wie viele Henkel braucht eine Tasse in Paris?“ teilnehmen. In diesem Kurs wurden mir und 15 anderen Kursteilnehmern von zwei freundlichen und engagierten Kursleitern tiefgehende Einblicke in zwei mathematische Themenfelder gegeben: Zum einen hat sich unser Kurs mit der Topologie beschäftigt, welche die Lehre der Verformung geometrischer Räume ist, und zum anderen mit der Graphentheorie, welche die Lehre über die Verbindung von verschiedenen Objekten ist und unter anderem essenziell für Navigationssysteme wie Google Maps ist. 

Auch wenn es sich teilweise um sehr abstrakte Themengebiete handelt und somit eine intensive Auseinandersetzung notwendig war, hatte ich dennoch eine Menge Spaß in meinem Kurs und habe mich gefreut, mich mit Themen auseinandersetzen zu können, die im Schulunterricht (leider) nicht behandelt werden.

Doch die tägliche Kursarbeit war bei weitem nicht das Einzige an der Akademie, was mir eine großartige Zeit bereitet hat. So gab es viele Veranstaltungen wie ein Konzert, ein Sportturnier oder auch eine Halbzeitparty. Hinzu kam auch der Rotationstag, wo jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, Einblicke in die anderen Kurse zu bekommen. Mir wurden unter anderem die Schrödingergleichung aus der Quantenmechanik, politische Persönlichkeiten der Weimarer Republik und auch die Bedeutung von Wissenschaftsfreiheit nähergebracht. 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Akademie waren sogenannte „KüAs „(Kursübergreifende Angebote). Dabei hatten sowohl die Kursleiter als auch wir, die Teilnehmenden, die Möglichkeit, ein Angebot (KüA)zu organisieren. Dazu gehörten unter anderem ein Chor und ein Orchester, die auch beide beim Konzert auftraten. Außerdem wurden diverse Sportarten, Sprachen, Brettspiele und vieles mehr (unter anderem auch eine Verschwörungstheorien KüA!) angeboten. Die KüAs waren dabei nicht nur eine großartige Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren und seinen Horizont zu erweitern, sondern sie waren auch eine gute Gelegenheit, die Teilnehmer aus den anderen Kursen kennenzulernen und mit ihnen etwas zu unternehmen.

Auch das Gelände trug dazu bei, dass nie ein Gefühl der Langeweile auftrat. Da es an einem See liegt, hatte man die Möglichkeit, jederzeit zu schwimmen, Boot zu fahren oder sich ein Stand-Up Paddle auszuleihen. Zusätzlich gab es auf dem Gelände noch viele andere Ort, wo man seine Freizeit verbringen konnte, wie einen großen Sportplatz, einen Billiardraum, viele Sofaecken oder auch einen Park, sodass es immer was zu tun gab, auch bis tief in die Nacht hinein (auch wenn sich dies nicht gerade positiv auf den Schlafrhythmus ausübte).

Was mir an der Akademie am meisten gefallen hat und die Zeit dort somit auch zu einer der besten in meinem Leben gemacht hat, war die großartige Gemeinschaft auf der Akademie. Man wurde von allen freundlich aufgenommen und konnte mit jeder einzelnen Person, ob mit Kurskameraden, anderen Teilnehmern oder auch Kursleitern immer Spaß haben und viel lachen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich so eine enge Gemeinschaft noch nie irgendwo miterlebt habe: Jeder war immer gut gelaunt, es sind sehr viele Insider-Witze entstanden und alle haben sich gegenseitig unterstützt: 

Dadurch wurde es am letzten Abend auch sehr emotional und der Abschied ist sehr schwergefallen, doch geblieben sind schöne Erinnerungen an die Akademie und es sind viele neue Freundschaften entstanden, die trotz räumlicher Entfernung dennoch weit über die Akademiezeit hinaus bestehen bleiben.

Ich kann die deutsche Schülerakademie von Herzen weiterempfehlen und kann versichern, dass diese eine der besten Möglichkeiten ist, einen Teil seiner Sommerferien zu verbringen.

Jan, Q1