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Die Niederrheinischen Sinfoniker in der Marienschule

Bereits seit sechs Jahren sind Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker regelmäßig zu Gast an der Marienschule und führen mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufenmusikkurse Workshops durch, die der Vorbereitung eines Konzertbesuchs dienen.

Diesmal konnte Frau Krause im Namen der Musikfachschaft das „Vitus-Quartett“ begrüßen, ein Streichquartett der Sinfoniker bestehend aus der Konzertmeisterin Chisato Yamamoto (1. Violine), Johanna Brinkmann (2. Violine), Richard Weitz (Viola) und Silke Frantz (Violoncello). Letztere war für den erkrankten Solo-Cellisten Raffaele Franchini eingesprungen.

Das Motto der Veranstaltung lautete „Aus vier mach eins – Die Kunst des Quartettspiels“. Am Beispiel des Streichquartetts Nr. 14 („Der Tod und das Mädchen“) von Franz Schubert und dem 1995 entstandenen Streichquartett Nr. 3 des lettischen Komponisten Peteris Vasks wurde u. a. der historische Entwicklungsprozess der Gattung „Streichquartett“ thematisiert. Moderiert von Richard Weitz stand zunächst das Stück von Schubert im Mittelpunkt . Einerseits wurden die Schüler mit den Eigenarten der beiden Hauptthemen vertraut gemacht, andererseits lernten sie deren charakteristischen Veränderungen in der Durchführung kennen. Die Kunst des Zusammenspiels wurde besonders durch eine Kostprobe aus dem 2.Satz vermittelt, indem die Schüler an zwei unterschiedlich gespielten Versionen vergleichen konnten, wie sehr die Stimmen in Rhythmus , Bogenführung und Dynamik aufeinander abgestimmt sein müssen, damit ein harmonischer Klang entsteht.

Eine vollkommen neue Klangwelt eröffnete sich für alle Zuhörer mit dem Streichquartett von Peteris Vasks. Teils zarte Vogelstimmen Klänge in höchster Lage verbanden sich mit rhythmischen Passagen, die auf die lettische Folklore zurückgreifen. Weiterhin gab es aleatorisch geprägte, freie und teils chaotisch wirkende Elemente, welche sich mit archaisch klingenden, harmonischen Elementen abwechselten. Den hohen technischen Schwierigkeitsgrad konnte man erahnen, sie wurden jedoch von allen Spielern überlegen bewältigt, sodass man sich ganz auf den Zauber der Musik konzentrieren konnte.

Alle Zuhörer bedankten sich mit einem herzlichen Applaus für einen spannenden Workshop und freuen sich schon auf das Konzert am 13. März, bei dem wir beide Werke vollständig hören werden.