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Auferstehungsgottesdienst

Unser Auferstehungsgottesdienst musste dieses Jahr leider ausfallen. Die Gedanken eines EF-Religionskurses zum Thema ‚Hoffnung über den Tod hinaus‘ möchten wir deshalb auf diesem Weg mit euch und Ihnen teilen:

Gedanken eines EF-Religionskurses zum Auferstehungsgottesdienst 2

Thema: Hoffnung über den Tod hinaus

Text: Lk. 7, 11-17 Die Auferweckung des jungen Mannes von Nain

 (Übersetzung aus: Die Gute Nachricht)

11 Bald darauf ging Jesus nach Naïn. Seine Jünger, die Männer und Frauen, und noch viele Leute folgten ihm.

12 Als sie in die Nähe des Stadttores kamen, wurde gerade ein Toter zur Bestattung hinausgetragen. Es war der Sohn einer Witwe, ihr einziger. Zahlreiche Bewohner der Stadt begleiteten die Mutter.

13 Als der Herr die Witwe sah, ergriff ihn das Mitleid und er sagte zu ihr: »Weine nicht!«

14 Dann trat er näher und berührte die Bahre; die Träger blieben stehen. Er sagte zu dem Toten: »Du junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!«

15 Da richtete der Tote sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.

16 Alle wurden von Furcht gepackt; sie priesen Gott und riefen: »Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten! Gott selbst ist seinem Volk zu Hilfe gekommen!«

17 Die Kunde von dem, was Jesus getan hatte, verbreitete sich im ganzen jüdischen Land und in allen angrenzenden Gebieten.

Gedanken

Allgemeine Kursgedanken…

Das Vertrauen in Gott/Jesus wird gestärkt. Es geht über den Tod hinaus.

In Jesus hat Gott menschliche Züge und ist den Menschen ganz nahe, so wie der trauernden Mutter, mit der er Mitleid hat.

Diese Wundergeschichte soll uns zeigen, dass alles möglich ist und dass Gott  Menschen in Not nicht alleine lässt und seine Liebe auch über den Tod hinausgeht.

Diese Geschichte ist außerdem ein Hinweis auf die göttliche Kraft in Jesus und die Legitimation seines Auftrags.

Wunder heute…

Ein Toter wird wieder lebendig! Das scheint im 21. Jahrhundert unrealistisch zu sein.

Doch denkt man weiter nach, fällt auf, dass es vielleicht doch einige Anknüpfungspunkte gibt.

Es gibt häufig Fälle, bei denen Patienten zunächst als klinisch tot gelten und dennoch wiedererwachen. Sind nicht Menschen, die Monate oder Jahre lang im (Wach-)Koma lagen und irgendwann wieder ein fast normales Leben entwickeln, auch eine Art Wunder ? Ist das nicht eine Art zweites Leben ?

Auch Nahtoderfahrungen sind ebenfalls ein Beispiel für eine Art Wunder, welches nicht mithilfe von irgendeiner Wissenschaft erklärbar ist.

Vielleicht lernt man durch diese Geschichte der Totenauferweckung sich ein wenig von der Wissenschaft loszulösen und nicht nur das Logische zu glauben. Denn Wunder, wie dieses eins ist, gibt es auch heute noch. Logisch und selbstverständlich sind diese nie – sonst wären es keine Wunder.

Wunder persönlich…

Das heißt nicht unbedingt, dass ein toter Mensch wieder lebendig wird. Vielleicht geht man selbst und jemand anderes auch davon aus sterbenskrank zu sein und nur noch wenig Zeit zum Leben zu haben. Dann wird festgestellt, dass dies ein Irrtum ist.

So einen Fall habe ich vor einigen Jahren in meinem Umfeld selbst erlebt.

Nach einigen Untersuchungen glaubten alle Ärzte, meine Oma sei an Leukämie erkrankt. Sich selbst hatte sie schon längst aufgegeben.

Durch gründliche Recherche der Familie stellte sich diese Diagnose jedoch als Irrtum heraus, meine Oma litt an einer anderen, jedoch harmlosen Erkrankung!

Dies hat uns allen gezeigt, dass etwas, auch wenn es fast unmöglich scheint, anders sein kann, als zunächst vermutet.

Für uns alle war das ein großes Wunder, das keineswegs so immer geschehen muss.

Die Geschichte der Totenauferweckung aus Lukas 7 will uns vor allem Vertrauen lehren, welches sich nicht nur auf Gott beziehen kann, sondern auf uns selbst.

Ein Auffangnetz!

Man setzt jedes Vertauen auf Gott und hofft, dass er uns ein Zeichen schickt und uns hilft. Der Glaube an ein Wunder ist manchmal das Letzte, das uns nicht in Hilflosigkeit, Verzweiflung oder Trauer ertrinken lässt, wenn alle anderen Hilfen, Erklärungen oder auch Naturwissenschaften versagen. Er ist wie ein Auffangnetz und schenkt uns z.B. diese Wundergeschichten, in denen doch noch alles gut ausgeht und Gott die Menschen gerettet hat.

Angst vor dem Tod?

Für viele Menschen ist der Tod das Ende des Lebens, das unausweichliche, unvorhersehbare Ende. Sogar eine Bedrohung. Doch diese Geschichte lehrt uns, dass der Tod nicht Macht über das Leben hat, sondern nur der Übergang zu einem neuen Abschnitt ist.

Deshalb sind solche Geschichten Hoffnungsträger und nehmen Menschen, die auf Gott vertrauen und glauben, die Angst vor dem Tod, über den wir so wenig wissen.

Mitleiden!

Die Geschichte aus Lukas 7 zeigt uns, dass Gott schon damals große Wunder getan hat und Jesus in seinem Namen Blinde, Taube, Zerbrochene geheilt und auch Tote zum Leben erweckt hat.

Hier in Lk 7 hat Jesus zunächst einmal aus Mitleid zu der Mutter ihren Sohn ihr wiedergeschenkt, obwohl sie ihn gar nicht gebeten hat. Wunder Gottes geschehen oft unerwartet, wenn man am wenigsten eins erwartet. Doch es gibt auch Geschichten in der Bibel, in denen Menschen ein Wunder erhoffen und Jeus darum bitten und es geschieht.

Verschwendet nicht euer Leben!

Diese Wundergeschichte zeigt uns in erster Linie, dass das Leben nicht unendlich lang ist, sondern jederzeit zu Ende sein kann, ob erwartet oder unerwartet. Das bedeutet, dass man jede Sekunde seines Lebens ausnutzen und es nicht mit unnötigen Dingen verschwenden sollte, da es jederzeit vorbei sein kann. – Diese Aussage ist aktueller denn je, da durch die Bedrohung durch das „Coronavirus“ täglich mehrere Menschen unerwartet aus dem Leben gerissen werden, was uns gerade jetzt vor Augen führt, wie wichtig es ist mit seinen Liebsten Zeit zu verbringen. Deswegen: verschwendet eure Lebenszeit nicht mit bedeutungslosen Dingen,sondern fokussiert euch auf das, was im Leben wirklich zählt!

Keine Aussichtslosgkeit!

Die Geschichte lehrt uns nicht aufzugeben, auch nicht in scheinbar aussichtslosen Situationen. Dann passiert doch noch etwas und man sieht Licht am Ende des Horizontes.

In der Wundergeschichte ist es die Witwe, die ihren einzigen Sohn verliert. Doch dann erscheint Jesus und erlöst sie von ihrem Leid.

Jesus ist mit uns auf der Welt, durch ihn sind die Menschen Gott näher, denn Jesus ist der Sohn Gottes. Gott lässt niemanden zurück.

Wunder und Leid…

Heutzutage haben viele Menschen ihren Glauben an Gott verloren, z.B. durch schwere Krankheit, Verluste oder besonders den Tod eines geliebten Menschen. Die Wundergeschichte aus Lk 7 kann solche Menschen zum Nachdenken anregen und ihnen wieder Mut und Hoffnung schenken, dass der Tod für den Glaubenden nicht das Letzte ist.

Kleine Dinge!

Die Geschichte des jungen Mannes soll uns zeigen, dass kleine Dinge, wie zum Beispiel die einfachen Worte Jesu, ein großes Ausmaß haben können. Wir sollen dadurch lernen, dass wir selbst auch mit kleinen Taten viel mehr bewirken können, als wir eigentlich denken.

Jesus als Superman?

Die Geschichte der Totenaufweckung des jungen Mannes aus Lk 7, 11-17 hat einen großen Anteil daran, dass viele Menschen heutzutage ihn als Propheten mit „Superkräften“ sehen, da eine Wiederbelebung dieser Art nicht menschlich sein kein. 

Menschlich jedoch sind Jesu Gefühle. Er empfindet Mitleid, was ein Beweis dafür ist, dass er ebenso ein Mensch war wie wir, aber gleichzeitig auch nicht. 

Gottes Zusage… auch heute…

Der junge Mann ist seiner Mutter noch einmal geschenkt worden, aber nur auf Zeit, denn irgendwann musste er wirklich sterben.

Zu Ostern haben wir bedacht: Jesus Christus hat durch Gottes Macht den Tod endgültig besiegen dürfen, er ist auferstanden. Der Auferstandene wird, wenn auch in einer neuen, unbeschreibbaren Weise erfahrbar – schon für die Frauen, die die ersten Zeugen der Auferstehung waren, und die Jünger und viele andere Menschen der Zeit Jesu.

Und heute?

Bleiben für uns aufgeklärte, moderne Menschen nur noch mythologische Verweise, historisch-kritische Analysen oder symbolische Deutungen des eigentlich analogielosen Auferstehungsgeschehens?  Oder ist die konkrete, mutmachende, belebende Begegnung mit dem Auferstandenen auch für uns erfahrbar – in seinem Wort, im Glauben, in menschlichen Begegnungen, am Grab eines lieben Menschen oder einfach als Erkenntnis:

Alles mutlos Machende, alles Bedrückende, alles Zerstörende und auch der Tod haben NICHT  das letzte Wort. Das hat Gott mit dem Versprechen des ewigen Lebens, für den, der an ihn und seinen Sohn Jesus Christus glaubt, besiegelt.

Das gibt Hoffnung in unsere unruhige, von Pandemien, Klimakatastrophen, sozialer Ungerechtigkeit und kriegerischen Auseinandersetzungen bedrückte Welt – und für mein Leben persönlich.

Fürbitten

1. Wir bitten darum, uns die Furcht zu nehmen, aufeinander zuzugehen und uns gegenseitig zu helfen.

Wir bitten dich, nimm uns auch die Furcht vor allem Unbekannten.

2. Herr, wir bitten dich um Kraft für die Menschen, die Hilfe brauchen und auch um Erkenntnis für  d i  e   Menschen, die anderen wehtun ohne es zu merken.

3. Wir bitten dich um Liebe für die Menschen, die allein oder verzweifelt sind, obwohl sie ihre Familie und Freunde um sich haben.

4. Gott wir bitten dich, stehe den Menschen bei, die ihre  Hoffnung verloren  haben.

Und stärke unsere Gemeinschaft, die Anderen Hoffnung gibt.

5. Lieber Gott, lass uns ohne Sorge an den Tod denken können und nimm all die Menschen, die nicht mehr unter uns weilen, in deine sichere Obhut und schenke, dass wir sie eines Tages wiedersehen. Gib uns die Hoffnung auf das ewige Leben.

6. Lass diejenigen, die in ihrem Leben schon Begegnungen mit dem Tod erlebt haben, wieder Hoffnung, Zuversicht und Freude finden.

7. In schwierigen Zeiten wie diesen sind wir auf den Glauben an dich angewiesen.

Aufgrund des Coronavirus haben viele Menschen Familienmitglieder oder Freunde

verloren.

Hilf ihnen durch diese schwere Zeit und heile die Erkrankten.

Herr, wir bitten dich, erhöre uns!