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Kooperation Misereor

Seit dem 7.3.2018 ist die Marienschule Partnerschule des Bischöflichen Hilfswerks MISEREOR.

Mit der Partnerschaft möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven eröffnen, Bildung mit christlicher Konsequenz zu erfahren und für andere wirksam werden zu lassen.

Urkunde als pdf-Datei

Weltwärts – aber ohne „white saviourism“

Unsere Schülerinnen und Schüler der Q1 hatten heute Gelegenheit, sehr interessanten Erfahrungen zu lauschen und Zukunftsträume zu entwickeln: Weltwärts heißt das Programm, das Freiwilligendienste gemeinnütziger, sozialer, kultureller oder ökologischer Natur in Länder des Südens vermittelt. Dies geschah ganz aus erster Hand durch zwei Referentinnen: Tabea Dehn, die vor rund einem Jahr in Ruanda war und Anna Steinacher, die bei Misereor zuständig für Freiwilligendienste ist. Wir als Marienschule haben eine Kooperation mit Misereor. Misereor ist eine der Organisationen, die Jugendliche bis 28 Jahre „weltwärts“ schickt mit einem Förderprogramm, das finanziell getragen wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Das Besondere an Misereor: Die gute inhaltliche Vor- und Nachbereitung, die Zusammenarbeit mit langjährig bekannten Partnerorganisatoren vor Ort. Die 8-15 Jugendlichen, die von Misereor entsendet werden, werden also nicht einfach in ein Flugzeug gesetzt und müssen dann sehen, wie sie im fremden Land zurechtkommen, sondern haben z.B. Mentoren, die praktische Tipps geben (z.B. da und da ist der Markt, da kaufst Du am besten das an, es kostet soundso viel), die aber auch die Gefühle kennen, denen Freiwillige häufig ausgesetzt sind, beispielsweise in der schwierigen Phase des Ankommens.

Warum macht man so einen Freiwilligendienst?

Tabea Dehn gibt zu: Nach dem Abitur habe sie zuerst die Vorstellung gehabt, in Afrika armen Menschen helfen zu wollen. Aber das sei nicht ganz die richtige Motivation. Sie habe sich fragen müssen: Was kann ich überhaupt als unqualifizierte Abiturientin wirklich für die Leute hier tun? Die Erkenntnis: Hilfe muss qualifiziert und nachhaltig sein. Sie brauche Struktur und Einbindung in eine Struktur. Zudem wüssten doch die Menschen vor Ort wüssten doch am besten, was gut für sie ist.

Diese Haltung als Weißer „mit Entwicklungshilfeköfferchen und hochgekrempelten Ärmeln“, wie Anna Steinacher karikiert, nach Afrika zu gehen und die Menschen dort zu belehren wie man z.B. Brunnen baut nennt man im Fachjargon „white saviourism“. Ein nachdenkenswerter Begriff!

Was kann aber dann Motivation und Nutzen des Freiwilligendienstes sein? Tabea Dehn erzählt lebendig und überzeugend: Es ist das persönliche Wachstum, der Austausch, Freundschaften, Weltverstehen und „Ich habe ein Zuhause in Ruanda!“

Entwicklungshilfe ist keine Einbahnstrasse. Ihr Mentor aus Ruanda hat vor Jahren umgekehrt ein Jahr in Deutschland verbracht und sich hier auf seine Weise entwickelt. Er jedenfalls kann nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn man allein ohne den gewohnten Freundeskreis im Ausland ist und konnte mit dieser Erfahrung Tabea helfen.

Wer entwickelt sich wie? Das ist dann die Frage, die hinter Entwicklungshilfe auch steht. Kann nicht auch Deutschland als ein Land mit Entwicklungspotential betrachtet werden, z.B. was persönliche Wärme angeht? Tabea erzählt, dass sie Dinge vermisst hat, als sie aus Ruanda nach Deutschland zurückkam. Was ist das für ein Befremden, wenn man in der Drogerie vor einem Regal mit 25 Sorten Zahnpasta steht und vor zwei Wochen noch in Ruanda auf dem Markt gehandelt hat? Die Begleitung der Rückkehrerinnen und Rückkehrer gehört auch zum Begleitprogramm bei Misereor.

„Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an den Freiwilligendienst denke“, sagt Tabea Dehn. Die Zeit in Ruanda hat sie sicher geprägt und einen weltoffeneren, verständigeren Menschen aus ihr gemacht. Eine, die von ihren Erfahrungen lebendig, überzeugend und mitreißend erzählen kann. Und das ist auch ein Beitrag zu einer besseren Welt.

Wenn Ihr Euch für einen Freiwilligendienst interessiert: „Weltwärts“ wird von verschiedenen Organisationen angeboten, bei denen Ihr Euch bewerben könnt.

Eine davon ist Misereor: www.misereor.de/mitmachen/freiwilligendienst

Schaut auch bei Instagram oder Youtube.

Wer hat noch ein altes Handy?

Die Handy-Sammelaktion geht weiter. Wer die Wertstoffe in seinem alten Handy wieder Sinnvollem zuführen möchte, gibt es bitte gern im Sekretariat ab. Die Sammelstelle ist weiterhin offen.

Die Handys werden regelmäßig von Dr. Frau Joswowitz nach Aachen zu Missio gebracht, um dort wiederverwendet zu werden. Danke!

Unterwegs für andere

Fünfte Klassen sammeln 1791,48 Euro für Misereor-Spendenprojekt

In der letzten Schulwoche vor den Ferien haben sich Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen aufgemacht und an den Türen ihrer Wohnviertel Spenden gesammelt. Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie konnten die Jüngsten die alte Tradition, sich mit Spendendosen aufzumachen, um bedürftigen Menschen zu helfen, wieder aufnehmen.

„Wir wollten etwas Gutes tun!”

„Mir ist es wichtig, dass es Menschen auch in Nigeria irgendwann so gut haben wie wir“.

So begründen Schülerinnen und Schüler ihr Engagement, sich nach der Schulzeit und am Ende eines anstrengenden Schuljahres für andere auf den Weg zu machen.

Einige Wochen zuvor waren sie bereits durch Mitglieder der Misereor-AG näher informiert worden, dass sich die Marienschule seit 2018 für das Nigeria-Wasserspenden-Projekt von Misereor engagiert. Ziel des Projektes ist es, dass Menschen u.a. über den Bau von Stau- und Auffangbecken, Brunnen und Zisternen Zugang zu sauberem und für die Landwirtschaft nutzbarem Wasser erhalten.

Mit versiegelten Spendendosen und Informationsmaterial ausgerüstet starteten also die begeisterten Fünftklässlerinnen und Fünftklässler in den letzten Tagen vor den Zeugnissen die Gänge in ihre Nachbarschaft und trafen wohl auch wegen ihrer Begeisterung auf zahlreiche bereitwillige Spender. Sie stellten sich und das Nigeria-Misereor-Hilfsprojekt vor, nahmen die Spenden entgegen und lieferten sie dann in der Marienschule zur Zählung und Überweisung an Misereor ab. So kamen am Ende beachtliche 1792,48 Euro zusammen -eine große Summe von den „Kleinsten“ der Marienschule gesammelt.

Treffend formuliert ein Schüler: „Es macht einfach Freude, anderen Menschen zu helfen.“ Und für diese Hilfe hat sich Misereor bereits herzlich bedankt.

Misereor-AG, Hoff

Misereor-Grußbotschaft zur erfolgreichen Partnerschaft

Monsignore Pirmin Spiegel hat Anfang August der Marienschule ein Video-Grußwort zur erfolgreichen Partnerschaft von Marienschule und Misereor zukommen lassen. Darin bedankt er sich als Hauptgeschäftsführer von Misereor für die seit 2018 bestehende Kooperation und die tätige Unterstützung der gesamten Schulgemeinschaft von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Schulleitung und Träger als starkes Zeichen der Solidarität mit den Ländern des Globalen Südens.

„Glänzende Aussichten“

– provokant, bissig, humorvoll.

Misereor-AG eröffnet Karikaturenausstellung.

Seit Montag, dem 2. November, präsentiert die Marienschule (coronabedingt rein schulintern) zwei Wochen lang rund 60 Exponate der großen Karikaturenausstellung „Klima, Konsum und andere Katastrophen“. Zeichnungen verschiedenster Künstler*innen (von Renate Alf bis Martin Zak) nehmen z.B. Kinderarbeit, Umgang mit Bootsflüchtlingen und Bedürftigen, Schnäppchenkäufe, spritfressende SUVs, Fleischkonsum und Tierhaltung mit kritischem Blick unter die Lupe.

In Ihrem Vorwort zum Ausstellungskatalog erklären Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer von Misereor) und Erzbischof Ludwig Schick: „Angesichts von Kriegen und Katastrophen, von Hunger, Armut und täglich begangenen Ungerechtigkeiten bleibt uns oft das Lachen im Halse stecken. Dennoch dürfen wir den Humor nicht verlieren. Humor lässt uns die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten und zeichnet so die Realität manchmal klarer und ungeschminkter.“ Über Humor zur Einsicht zur Umkehr – so könnte das Motto der Ausstellung lauten. Denn, so Schick und Spiegel, „ein herzhaftes Lachen hilft oft mehr als der erhobene Zeigefinger, um etwas zu verändern“.

Die Misereor-AG, die die Auswahl aus 99 Karikaturen und die Installation der Bilder vorgenommen hat, lädt Einzelne, Gruppen, Klassen und Kurse zur Ausstellung ein.

Die Marienschule dankt der katholischen Kirche in der Region Krefeld, die die anfallenden Kosten der Ausstellung übernimmt.

Ansgar Hoff

1200 Euro Spende für Nigeria

Misereor bedankt sich bei unseren sehr spendenwilligen Schüler*innen.

In Gottesdiensten, bei „Fairem Verkauf“ und durch Spenden von ganzen Kursen kamen in den vergangenen Monaten 1200 Euro für das von der Schulgemeinschaft ausgewählte Nigeria-Wasser-Spendenprojekt „zusammen“.
Eine wichtige Hilfe für die Menschen in Maiduguri und Yola. 

Misereor Fastenaktion

Als Partnerschule von Misereor machen wir gerne auf die Fastenaktion vom 28. und 29. März aufmerksam.

Bitte unterstützen Sie die Fastenaktion – gerade jetzt!
Spenden Sie hier.

Lassen Sie uns in dieser Zeit der Sorge die Menschen in Syrien und den Libanon nicht vergessen. Sie haben alles verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht.
Ihnen möchte MISEREOR weiterhin beistehen – mit Ihrer Hilfe.

Oh, happy day!

Benefizkonzert der „Living Voices“ und der Marienschule

Am Sonntag, dem 6. Oktober 2019, ist der Gospelchor „Living Voices“ zugunsten des Nigeria-Wasserprojektes des Bischöflichen Hilfswerks Misereor in der Krefelder Lutherkirche aufgetreten.

Die Schülerschaft der Marienschule hatte sich im Schuljahr 2018/19 mehrheitlich für das Misereorprojekt als Dauerförderungsprojekt ausgesprochen.

Manuela Frangen, Mitorganisatorin des Benefizkonzertes, begrüßte um 17:30 Uhr das Publikum im Namen der Living Voices mit einer Selbstbeschreibung des Gospelchores: „Rhythmus, Freude, Zuversicht und Liebe“ – dafür stehe ihr gemeinsames Singen.

Nach einem ersten gesanglichen Entrée mit verschiedenen Gospelsongs, die das Publikum von Beginn an begeisterten, schlossen sich Schulleiter Ralf Juntermanns und Andreas Lohmann, Leiter der Abteilung Partnerschaften und Spenderkontakte von Misereor, mit kurzen Grußworten an. Beide sprachen ihren herzlichen Dank dafür aus, dass an diesem Tag die Musik der „Living Voices“ und das Engagement der Marienschule den Menschen aus den Regionen Maiduguri und Yola im Nordosten Nigerias Hilfe auf dem Weg zu sauberem Wasser sein wird.

Andreas Lohmann betonte, wie viel starke Partner miteinander schaffen könnten, um Menschen aus dem globalen Süden ein besseres Leben zu ermöglichen.

Die Fortsetzung des Konzertes zeigte, dass Manuela Frangen nicht zu viel versprochen hatte: Die „Living Voices“ performten 90 Minuten lang mit großer Freude am Rhythmus, mitreißendem stimmlichen Chorsound und „unglaublicher Ausstrahlung“, wie Ralf Juntermanns gegen Ende des Konzertes noch einmal heraushob.

An diesem Abend wurde klar, dass das Vorhaben, den christlich inspirierten Gesang der GospelsängerInnen und den caritativen Einsatz der Marienschule zu verbinden, ideal zusammenpasste. Das sahen auch die ZuhörerInnen so, die in der gut besetzten Lutherkirche nicht nur den „Living Voices“ immer wieder lang anhaltend applaudierten, sondern auch den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern der Marienschule, die sich zum Finale nicht nehmen ließen, beim Song „Oh, happy day!“ den Chor gesanglich zu verstärken.

Nach Abschluss des Konzertes bedankt sich die Marienschule bei allen Beteiligten und Spendern für den beachtlichen Betrag von 1500 Euro Reinerlös, der zugunsten des Misereor-Projektes „Nigeria – Mit sauberem Wasser gegen Hunger und Krankheit“ überwiesen werden kann.

Dr. Ansgar Hoff

Interview zum Benefizkonzert

Welle Niederrhein berichtete in einem Interview über das bevorstehende Benefizkonzert der Marienschule für Misereor.

Sie finden eine Aufzeichnung der Sendung unter dem Link kulturfabrik-Krefeld.de/radio
unter dem Punkt RheinZeit – Das Magazin für Krefeld und den Niederrhein: #BENEFIZ .

Misereor: Nigeria-Spendenprojekt

Am Dienstag, den 14.5. besuchte Johannes Schaaf, Länderreferent von Misereor aus Aachen, die Marienschule und berichtete für die Klassenstufen 7 bis EF über das von uns ausgewählte Nigeria-Spendenprojekt:

Das Projekt von Misereor soll für die Lebenssicherung in der Halbwüste sorgen. Dabei geht es um die Wasserversorgung, den Bodenschatz und die Wiederaufforstung im Nordosten Nigerias.
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Das Projekt konzentriert sich auf das ärmste Gebiet Nigerias. Der Norden des Landes ist muslimisch geprägt. Weil es dort viele Terroranschläge gibt, sind bisher fast 3 Mio. Menschen in die Nachbarländer geflohen.
In der Sahelzone gibt es in der Regenzeit genügend Wasser, jedoch ist die Wasserversorgung in der Trockenzeit problematisch.
Deshalb verhärten die Böden und der Regen kann nicht mehr versickern. Stattdessen fließt er in das nächste Flussbett und geht somit verloren. Die mangelnden Wasserversorgungsmöglichkeiten sorgen für viele Probleme. So gibt es beispielsweise eine hohe Kindersterblichkeit. Denn wegen des verschmutzten Wassers werden Infektionskrankheiten übertragen. Zeitweise ist jedes 3. bis 4. Kind gestorben, weil die Kinder keine Abwehrkräfte haben. Dazu trägt auch die unausgewogene Ernährung bei. Außerdem haben die Menschen kein Wissen darüber, was bei Infektionskrankheiten zu tun ist. Für das Wasserprogramm werden Brunnen, Zisternen, Wasserfilter und Stauweiher genutzt.
Doch die Initiative muss von der Dorfbevölkerung ausgehen. Wenn sie um Hilfe bittet, müssen zuerst Maßnahmen zur Erhöhung des Grundwasserspiegels ergriffen werden.
Dazu werden Steinbälle oder Mauern genutzt. Anschließend erfolgt der Brunnenbau, bei dem der Brunnen per Hand ausgegraben wird. Das durchschnittliche Einkommen eines Bewohners liegt bei 600 bis 700 Euro pro Jahr. Ein Brunnen kostet etwa 5000.- Euro.
Auch die Modernisierung der Landwirtschaft sowie die Wiederaufforstung sind wichtige Maßnahmen auf dem Weg zur Selbständigkeit des Landes.

Theresa Schulze (EF)