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Neues aus der Marienschule

  • Weihnachtsmarkt
  • Stadtradeln

    Auch 2025 haben wir wieder erfolgreich am Stadtradeln teilgenommen. 115 Radelnde legten gemeinsam beeindruckende 15.696 Kilometer zurück – darunter Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und weitere Unterstützende.

    In der vergangenen Woche wurden die drei radaktivsten Schülerinnen ausgezeichnet: Marit (10c), Josefine (EF) und Paula (10b) erhielten von Herrn Juntermanns jeweils eine Fahrrad-Handyhalterung als Preis.

    Ein herzliches Dankeschön an alle, die für unsere Schule in die Pedale getreten sind!

  • Meet a Jew

    Eine Live-Schaltung nach Jerusalem – das konnten die Religionskurse der 10. Klasse am Freitag erleben und aktiv mit einem deutschsprachigen Juden ins Gespräch kommen. Unser Gesprächspartner war Arie Rosen, der zunächst etwa eine Stunde von seinem Leben, aus seiner Biographie, aber vor allem über den Schabbat berichtete. Diesen wöchentlichen Ruhe- und Feiertag verbringen die Juden völlig ohne Arbeit. Sie feiern Gottesdienste, treffen sich zuhause am Abend zum ausführlichen gemütlichen Essen, reden miteinander, singen, beten, hören Geschichten – sie feiern die Ruhe und ihren Gott, der selbst am siebten Schöpfungstag ruhte. 

    Die Zehntklässler hatten sich bereits mit dem Judentum beschäftigt, so dass sehr zielgerichtete Fragen gestellt werden konnten: Was machen Sie den Tag über, wenn man nichtmal ans Handy darf?  Wie streng halten Sie den Sabbat? Wie halten es Ihre Kinder mit der Religion? Aber auch: Was denken Israelis über Deutsche? Was wäre für Sie eine zukünftige politische Lösung für die Konflikte im und um das Land Israel?

    Herr Rosen beantwortete alle Fragen geduldig und persönlich. Er verriet auch, dass ein großer Teil seiner Familie im Holocaust ermordet wurde. Heute aber seien die meisten Israelis Deutschen gegenüber offen und wüssten, dass jetzt eine andere Generation hier lebe. 

    Israel ist ein Land, nur so groß wie Hessen. Als Demokratie überlässt es seinen Bürgern selbst, inwieweit sie religiös leben möchten oder nicht. Überraschend auch für die Vorbereitungsgruppe war der Hinweis, dass Arie Rosen der Sohn der bekannten deutsch-israelischen Schriftstellerin Lea Fleischmann ist. 

    Organisiert wurde die Liveschaltung seitens der Schule von Herrn Lauterbach, Frau Schwagereit, Frau Paßmann und Frau Bennertz in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Alle Schüler äußerten sich positiv über diese bereichernde Begegnung. 

  • Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

    Stolpersteinprojekt mit der Jahrgangsstufe 10

    Am 4. November fand an unserer Schule bereits zum dritten Mal das Stolpersteinprojekt zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht statt. Ziel dieser Aktion ist es, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur nahe zu bringen und die Schicksale der Menschen sichtbar zu machen, die während der NS-Zeit auch aus Krefeld vertrieben, deportiert oder ermordet wurden.

    Nach einem kurzen Einführungsvortrag zur historischen Einordnung der Ereignisse vom 9. November 1938 machten sich die Klassen der Jahrgangsstufe 10 in Kleingruppen auf den Weg und gingen auf unterschiedlichen Routen durch die Krefelder Innenstadt. Ausgestattet mit Bürsten, Schwämmen und der WDR-App für die Biografieinformationen suchten sie die verlegten Stolpersteine auf, reinigten sie sorgfältig und beschäftigten sich intensiv mit den Lebensgeschichten der dort genannten Personen.

    Unterstützt wurden die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler dabei von engagierten Schülerinnen (Pola, Ann-Linnea, Sophie und Marie) der Einführungsphase sowie von Mitgliedern der Technik-AG, die die Aktion dokumentierten und organisatorisch begleiteten. Ihr Beitrag half, die Arbeit der Gruppen zu strukturieren und die Eindrücke für die Schulgemeinschaft festzuhalten. Erneut wurde das Projekt außerdem großzügig vom Förderverein unserer Schule finanziell unterstützt – ein Beitrag, der die Durchführung dieser wichtigen Gedenkaktion erst möglich macht.

    Stießen die Gruppen in den vergangenen zwei Jahren auf großen Zuspruch interessierter Krefelderinnen und Krefelder, hat sich die Stimmung dieses Jahr in der Stadt leider zum Teil verändert. Neben vielen bewegenden Momenten machten einige Schülerinnen und Schüler auch irritierende und erschreckende Erfahrungen: So wurde eine Gruppen von einem älteren Passantenpaar angesprochen und gefragt, warum sie denn die Steine putzen, seien die Juden doch “nicht alle gut gewesen”. Dabei berief sich das Paar scheinbar unkritisch auf Aussagen eines ehemaligen SS-Mitgliedes aus der eigenen Familie.

    Eine andere Gruppe wurde aufgrund des Gaza-Kriegs kritisiert: “Ihr putzt hier die Steine und in Gaza sterben Kinder.” Es ist sehr bedauerlich, dass hier weder zwischen der Politik des Staates Isreal auf der einen Seite und Jüdinnen und Juden auf der anderen Seite noch zwischen den unterschiedlichen Generationen differenziert wurde. Auch wird durch die Aussage versucht, den Holocaust als systematischer NS-Völkermord durch die aktuellen Leiderfahrungen des Gaza-Kriegs aufzuwiegen.

    Diese Situationen wurden im Anschluss gemeinsam aufgearbeitet. Sie zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, Erinnerungskultur aktiv zu leben, Haltung zu zeigen und demokratische Werte zu verteidigen.

    Viele Jugendliche zeigten sich tief bewegt davon, direkt an den ehemaligen Wohnorten der Opfer zu stehen und ihre Namen und Lebensdaten bewusst zu lesen. Das stille Innehalten sowie das Niederlegen einer Rose am Ende jedes Besuchs waren eindrückliche Momente, die noch lange nachwirkten.

    In einer gemeinsamen Reflexion tauschten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aus und diskutierten darüber, warum Erinnerungskultur – gerade in der heutigen Zeit – unverzichtbar bleibt. Eine Schülerin betonte dabei: “Ich finde es sehr wichtig, dass man eben nicht nur über die Steine “stolpert”, sondern man sich ganz bewusst mit der Geschichte und den Einzelschicksalen auseinandersetzt.

    Eine Auswahl der Ergebnisse der diesjährigen Stolperstein-Aktion wird außerdem am Tag der offenen Tür in Form einer Plakat- und Informationswand präsentiert. Interessierte Besucherinnen und Besucher können dort Einblicke in die Arbeit der Klassen gewinnen und die Geschichten der betroffenen Menschen kennenlernen.

    KON / BER

  • Besuch unserer Schulsanis im Helios

     Ein Vormittag voller Eindrücke

    Am 14. November besuchten 39 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter unserer Schule den Tag der offenen Tür 2025 im Bildungszentrum des Helios Klinikums. Der Ausflug bot zahlreiche spannende Einblicke in medizinische und pflegerische Berufsfelder – von der Notfallversorgung bis hin zu Tätigkeiten aus dem Pflegealltag.

    Was ist zu tun, wenn es brennt? 

    Besonders beeindruckend war die realitätsnahe Evakuierungsübung über das Treppenhaus, bei der das Verhalten im Brandfall geübt wurde. Die Schulsanis hatten außerdem Gelegenheit, grundlegende pflegerische Tätigkeiten kennenzulernen: Babys wickeln, Babys baden und der sichere Umgang mit Neugeborenen standen ebenso auf dem Programm wie praktische Übungen zur Blutzuckermessung und Blutgruppenbestimmung.

    Ein weiteres Highlight war das Training an Reanimationspuppen, bei dem die Schulsanitäter die Reanimation von Kindern und Jugendlichen üben konnten – eine tolle Ergänzung zu ihrer Erste-Hilfe-Ausbildung. Für Abwechslung sorgte zudem ein medizinischer Escape Room, in dem Teamarbeit, logisches Denken und Notfallwissen gefragt waren.

    Der Besuch bot nicht nur einen spannenden Tag voller praktischer Erfahrungen, sondern auch wertvolle Einblicke in mögliche Ausbildungs- und Berufswege im Gesundheitswesen. Unsere Schulsanis kehrten motiviert, begeistert und mit vielen neuen Eindrücken zurück.

    Wir danken Frau Mandy Stüber für die jährlich wiederkehrende Einladung und dem Bildungszentrum des Klinikums herzlich für die informative und abwechslungsreiche Gestaltung dieses besonderen Tages!

  • Warmer Empfang

    Nicht nur dem Bettler bereitete unser St. Martinszug einen warmen Empfang. 

    Den Bewohnern auf vier Etagen des Paulystifts und im Foyer wurden Lieder Laternen, Lyrik und liebevoll gestaltete Aufmerksamkeiten geboten.

  • Design, französisch

    „Sein Leben mit all seinen Herausforderungen leben“ – das ist zur Zeit Thema im Kooperations-Französischkurs in der Stufe EF. Das führte die Schülerinnen und Schüler raus aus der Schule und rein ins Kaiser Wilhelm Museum. Dort testeten sie mit ihrer Lehrerin Kathi Dahmen das neue Konzept für die Ausstellung zu Charlotte Perriand, einer Designerin, die mit dem Architekten Le Corbusier zusammengearbeitet hat. Dazu entsteht eine App, die bald in Englisch und Französisch verfügbar sein wird. Die Jugendlichen aus der Marienschule testeten das französische Quiz dazu. 

    Lebensnaher Unterricht und die Begegnung mit einer mutigen, sportlichen und erfolgreichen Frau, die genau wusste, was sie wollte und bemerkenswert moderne Ansichten vertreten hat! 

  • Sommernachtstraum

    Ganz großes Theater gab es in der vergangenen Woche auf der Kleinkunstbühne im Projektionsraum, als die Theater-AG eine moderne Fassung des „Sommernachtstraum“ von Shakespeare zur Aufführung brachte. 

    Ausnahmslos tolle schauspielerische Leistung wurde gezeigt. Die Künstlerinnen und Künstler hatten mühelos die auswendig zu lernende Textmenge bewältigt und sich tief in ihre Rollen eingearbeitet. Lebendiges Sprechen und schnelle, witzige Dialoge brachten das Publikum immer wieder zum Lachen. 

    Prinzessin Hermia (Lya) soll auf Wunsch ihres Vaters (Linus) Demetrios (Jana) heiraten. Doch diese weigert sich und flieht mit ihrem geliebten Lysander (Nele) in den Wald. Hermias Schwester Helena (Charlotte) dagegen liebt heimlich Demetrios. Eigentlich fürchten sich alle Schlossbewohner vor dem Wald, denn dort gibt es Feen, Kobolde und allerlei Waldgeister. Doch auch diese haben ihre Liebesprobleme… 

    Über projizierte Bühnenbilder, Vogelgezwitscher und Grünpflanzen entstand eine Zauberwelt, in der Puk (Laxshna) erzählt, wie sie mit Hilfe einer Blume, deren Blütenstaub bewirkt, dass Menschen sich verlieben, zunächst nur zu Irrungen und Verwirrungen beiträgt und doch schließlich unter Jubel der vier Waldelfen (Johannesburg, Tom, Lian, Ruben) zum Kobold mittleren Grades befördert wird. Dass Frauen sich in Esel verlieben kommt nicht nur bei Shakespeare vor. Auf unserer Bühne himmelt die Königin des Waldes (Emma) glücklich fasziniert den zum Esel mutierten Diener Hasenfuß (Victor) an. 

    Schließlich kommt alles zum Happy End: Der König der Menschenwelt gelangt zur weisen Einsicht, seine Töchter heiraten zu lassen, wen sie wollen und der König der Waldgeister, souverän dargestellt von Julius, wird bei seiner Frau den Ruf eines Langweilers los.

    Glückliches Ende, großer Applaus. „Jetzt könnten wir eigentlich auf Tournee gehen“, resümiert auch die Leiterin der Theater-AG Kordula von Basum.