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Was die Welt im Innersten zusammenhält …

(Foto: CERN Document Server http://cds.cern.ch/record/1211045)

Im Rahmen eines Programms für besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler konnte Paula Rappenecker das CERN besuchen.

Das CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) ist eine ursprünglich europäische Forschungseinrichtung für Kernphysik und liegt nahe Genf an der französischen Grenze in der Schweiz. Mittlerweile ist es mit 22 Mitgliedsstaaten eine riesige Einrichtung für die Erforschung von Elementarteilchen.

Besonders berühmt ist das CERN für den Large Hadron Collider, kurz LHC, einem 27 km langen Teilchenbeschleuniger, in dem die Teilchen auf annähernde Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Er ist der größte und beste seiner Art.

Aber wir haben dem CERN nicht nur den Beweis für das Higgs Boson, auch Gottesteilchen genannt, zu verdanken, sondern auch sehr viele andere Technologien. So wurde dort zum Beispiel Ende der 80er Jahre das World Wide Web (www) entwickelt, welches aus unserem heutigen Leben gar nicht mehr wegzudenken ist.

Aber wie sieht das CERN tatsächlich aus?

Die Forschungseinrichtung ist nicht ein großes Gebäude, sondern besteht vielmehr aus vielen verstreuten Gebäuden, die in ihren Kellern hundert Meter unter der Erde die Detektoren an den Teilchenbeschleunigern beherbergen.

Die Forscher überwachen oberirdisch während der Experimente Tag und Nacht die Monitore, um jede kleinste Abweichung von den Normalwerten sofort zu registrieren und überprüfen.

Der Besuch dauerte zwar nur einige Stunden, war aber äußerst spannend und lehrreich.

Nach einer kleinen Einführung im hauseigenen Vorlesungssaal fuhren wir mit der Gruppe zu einem der Detektoren, wo wir von einem Forscher der Einrichtung eine Führung erhielten.

Nachdem die einhundert Meter tiefe Fahrt unter die Erde bewältigt war, durften wir den Komplex aus Gängen und Etagen besichtigen. Den LHC selbst konnten wir leider aufgrund der radioaktiven Strahlung und des extrem starken Magnetfeldes nicht sehen, aber an einigen Stellen trennte nur noch eine Betonwand die Gruppe von dem Teilchenbeschleuniger. Außerdem wussten die Forscher dort so manche Anekdote aus ihrer Arbeit zu erzählen und demonstrierten sehr deutlich, was es heißt, an einem so großen Experiment wie dort mitzuwirken.

Von ewig langen Reihen aus Servern bis hin zu Kabeln so dick wie Planken gab es so einiges zu bestaunen.

Ein Besuch im CERN ist also besonders für MINT-Begeisterte äußerst empfehlenswert und ein Erlebnis, das man nicht mehr vergisst.